Herbert Nouwens (Oegstgeest, 1954) ist ein niederländischer Bildhauer, der hauptsächlich in Stahl arbeitet. Nach seinem Studium an der Stadtakademie und der Jan van Eyckacademie in Maastricht lebte und arbeitete er mehrere Jahre bei Kasteel Arcen. 1986 ging er nach Amsterdam. Dort arbeitete er lange auf dem Gelände der Westergasfabriek. Als dieser in einen Kulturpark umgewandelt wurde, ging er schließlich nach Slochteren in Groningen, wo er in einer ehemaligen Molkerei einen alten Traum verwirklichen konnte, nämlich am selben Ort zu leben und zu arbeiten.

Schon während seiner Akademiezeit faszinierte Herbert Nouwens den Stahl: Schweißen, Schneiden, Schmieden. Dieses Material ist in seinen Genen. Sein Vater hatte eine Schmiede und beide Großväter waren Schmiede. Das starre, scheinbar unflexible, stahlharte Material bildet unter der Schweißflamme fragile und emotionale Bilder, die körperlich erfahren sind.

Nouwen zieht es vor, mit Material zu arbeiten, das bereits ein Leben hinter sich hat und von Zeit und Gebrauch verbeult, gefaltet, patiniert wird. Das Material ist biegsam, du kannst es bauen und mit der Zeit machen. Nouwens nutzt diese Qualitäten des Materials bis auf die Knochen aus.